Fließer Sonnenhänge

Sonnige Trockeninsel in Fließ

Nachdem sich 68 Grundbesitzer Ende 2001 zustimmend dazu geäußert hatten, stehen die sogenannten Fließer Sonnenhänge seitdem unter Naturschutz. Mittlerweile wurden sie auch zum Natura 2000-Gebiet erklärt. Sie befinden sich zwischen der Bundesstraße von Landeck zum Reschenpass und der Oberkante des steilen Hanges bei Fließ. Die Piller Straße durchquert in Serpentinen den östlichen Teil des Gebietes. Das Schutzgebiet ist mit zahlreichen Feld- und Wanderwegen gut erschlossen, hier verläuft auch die alte Römerstraße Via Claudia Augusta.
 
Die außergewöhnliche Trockenheit der Hänge rund um Fließ ist dem inneralpinen Klima und der Föhnlage mit weniger als 600 mm Niederschlag im Jahresmittel geschuldet und gilt als einmalige Erscheinung nördlich des Alpenhauptkamms. Verstärkt wird sie durch die Südexposition der Hänge mit starker Sonneneinstrahlung und den daraus resultierenden hohen Bodentemperaturen. Bereits im Mittelalter entstand hier der größte Trockenrasenkomplex Tirols, als die trockenen Föhrenwälder bei Fließ, Kauns, Kaunerberg und Faggen gerodet wurden. Trockenrasen, Felsbänder, Strauch- und Waldinseln sowie verwachsene Lesesteinmauern bilden einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche wärmeliebende Pflanzen und Tiere. Über 1.100 Schmetterlingsarten, viele davon nachtaktiv, können hier beobachtet werden!
Landwirtschaft und Beweidung sind essenziell für die Erhaltung dieses Landschaftstypus. Jahrhundertelang zogen Hirten mit ihren Schaf- und Ziegenherden über die Flächen und verhinderten ein Zuwachsen. Ohne diese traditionelle Bewirtschaftung würden die Trockenrasen verbuschen und schließlich in Trockenwaldformationen übergehen. Damit würde auch die lichtliebende Flora und Fauna verlorengehen.
 
Um die Vielfalt der Fließer Sonnenhänge zu schützen, wurde vom Land Tirol in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Fließ, den Grundbesitzern und Naturschutzexperten ein Pflegeplan für die Sonnenhänge erarbeitet. Maßnahmen wie die Neuerrichtung und Sanierung von Weiderosten, Lesesteinmauern und Weidezäunen sowie die erstmalige Entbuschung zugewachsener Bereiche machen die traditonelle Beweidung mit Ziegen, Schafen und Rindern wieder möglich.
Dass all diese Bemühungen um den Erhalt der Fließer Sonnenhänge in die richtige Richtung gehen, bestätigt uns die Verleihung des Kulturlandschaftspreises 2010. In der Kategorie „Kulturlandschaft & Gemeinschaftliche Initiativen“ wurde das Projekt „Natur aus Menschenhand – Schutz und Pflege für die Fließer Sonnenhänge“ zum Sieger gekürt.
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Eine informative Broschüre zum Thema

„Trockenrasen – Vielfalt im Rhätischen Dreieck“

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