Richtiges Verhalten

Respektiere deine Grenzen!

Ein Ausflug in die Naturparkregion ist wie ein Besuch im "Wohnzimmer" zahlreicher Wildtiere. Es versteht sich von selbst, dass man dabei mit gebührendem Respekt vorgehen und ihre "Gastfreundschaft" nicht überstrapazieren sollte. Die Schönheit und der natürliche Reichtum der Kaunergrat-Region sind auf einem gut ausgebauten Wegenetz erfahrbar – Bauern, Jäger, Naturschützer und natürlich die sensible Flora und Fauna werden es dir danken, wenn du nicht darüber hinaus wanderst. Auch Müll und Jausenreste gehören wieder in deinen Rucksack, nicht ins Gebüsch. Wenn du mit dem Auto kommst, ist es am eigens dafür eingerichteten Parkplatz am besten aufgehoben und nicht irgendwo im Wald. Mit diesen einfachen Verhaltensregeln kannst du dazu beitragen, dass menschliche Nutzung und intakte Natur nachhaltig in Einklang bleiben. Der Naturpark Kaunergrat dankt für deine Mithilfe!

Bleib am Weg
Ein gut ausgebautes Wegenetz erfreut nicht nur den Wanderer, es trägt auch dazu bei, negative Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Für ein gutes Miteinander von Mensch und Natur ist es aber unabdingbar, dass jeder Einzelne Verantwortung übernimmt und wichtige Grenzen respektiert. Unüberlegte Handlungen wirken sich oft viel stärker auf Tiere und Pflanzen aus, als wir uns dessen bewusst sind. So werden beispielsweise Rehe zunehmend durch unsere Freizeitaktivitäten bei der Nahrungsaufnahme gestört. Die Folge: Rehwild wird zunehmend nachtaktiv bzw. permanenter Stress führt indirekt zu gravierenden Schäden an der Waldverjüngung. Auch seltene "Spezialisten" wie das Auerhuhn haben Probleme, mit Störungen umzugehen. Sie reagieren darauf mit Stress und geringerem Fortpflanzungserfolg und verlieren auf Dauer wertvollen Lebensraum.

Trampelpfade
Das Wandern im alpinen Bereich abseits der Wege zerstört die schützende Vegetationsdecke und bietet der Erosion zusätzliche Angriffsfläche. Zudem wird der Boden verdichtet, und für die gute Aufnahme von Oberflächenwasser dringend notwendige Fein- und Grobporen gehen verloren. Das sogenannte "trampling" führt aber auch zu einer Änderung der Artenzusammensetzung: Tritt-resistentere und häufige Arten verdrängen die empfindlichen und seltenen Vertreter der alpinen Flora.

Wertschätzung und Wertschöpfung
Bauern der Region haben über Jahrhunderte hinweg mit ihrer steten und harten Arbeit die eindrucksvolle Kulturlandschaft rund um den Kaunergrat geschaffen. Unsere Naturparkregion weist laut Tiroler Kulturlandschaftskataster den höchsten Anteil an ursprünglich erhaltener Kulturlandschaft aus. Nahezu 100 % der landschaftlichen Nutzfläche wird im Rahmen von ÖPUL (Österreichisches Programm zur Erhaltung einer umweltgerechten Landwirtschaft) bewirtschaftet. Bleib am Weg und bring unseren Bauern die Wertschätzung entgegen, die sie sich verdient haben!
Vermeide Abfall
Papiertaschentücher, Kunststoffe, Essensreste etc. bleiben leider häufig in der Umgebung zurück. Weggeworfener Müll stört aber nicht nur das Landschaftsbild, er verändert auch den ökologischen Kreislauf. Nahrungsopportunisten wie der Fuchs profitieren z. B. von weggeworfenen Essensresten. Die leichtere Nahrungsverfügbarkeit wirkt sich positiv auf die Jungenaufzucht und somit auf seine Bestandesdichte aus. Ganz zum Leidwesen seiner Beute – die unter steigendem "Feinddruck" leidet. Besonders hart trifft es dabei seltene Arten wie die Auerhühner, deren Bestand auch durch den Fuchs dezimiert wird. Zurückgelassener Abfall birgt auch weitere Gefahren. Chemische Substanzen und Verpackungsmaterial können zu Vergiftungen und inneren Verletzungen bei Wildtieren führen. Daher schont die Natur und nehmt euren Müll wieder mit.
Achte auf deinen Hund
"Mein Hund ist doch sooo brav, der tut doch nichts." In den allermeisten Fällen wird diese Antwort sogar zutreffen. Dennoch wird jedes Jahr eine große Anzahl an Wildtieren von Hunden verletzt bzw. geht an den Folgen einer Hetzjagd elend zugrunde. Es muss aber gar nicht immer so dramatisch sein. Allein das "harmlose Stöbern" im Dickicht kann dazu führen, dass Wildtiere beunruhigt werden und in ihrer Nachwuchspflege gestört werden. Gelege werden verlassen, Jungtiere von ihren Müttern getrennt. Passiert dies zu häufig, haben die Jungtiere meist schlechte Karten fürs Überleben. Flucht bedeutet immer zusätzlichen Energieaufwand. Dabei wirken sich Störungen im Winter weit gravierender für die Wildtiere aus als im Sommer. Flüchtende Rehe und Hirsche brauchen bis zu 10 Mal mehr Energie als ruhende Tiere. Energie, die sie über zusätzliche Nahrung aufbringen müssen, und die indirekt auch zu Schäden am Wald führen kann!
Vermeide "dringende Geschäfte"
Jeder hat es schon mal erlebt: Man sucht den Pilz und findet … Auch wenn so mancher Wanderer glaubt, der Natur auf diese Weise seine besondere Ehrerbietung entgegenzubringen, muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass die Natur auch ohne diese menschliche "Beigabe" gut über die Runden kommt. UND auch aus Rücksicht auf die Mitmenschen sollten Geschäfte dieser Art nur in wirklich dringenden Fällen in der Natur verrichtet werden. Auch "Hundehaufen" tragen nicht zur Verschönerung der Landschaft bei. Vielmehr können im Hundekot gefährliche Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Würmer verbreitet werden. Neben Wildtieren können auch Rinder, Schafe und Ziegen durch die Aufnahme von erregerhaltigem Futter infiziert werden. Verantwortungsvolle Hundehalter respektieren nicht nur die Bedürfnisse ihrer Hunde, sondern auch jene ihrer Mitmenschen. Und das ist tierisch einfach! Plastiksäckchen auf die Wanderung mitnehmen und zuhause oder bei einer Dogstation entsorgen!
Schau mit den Augen
Der Naturpark Kaunergrat ist Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten. Sie alle sind in der Tiroler Naturschutzverordnung ganz oder teilweise geschützt. Gänzlich geschützte Pflanzen dürfen gar nicht, teilweise geschützte Arten nur in geringem Umfang aus der Natur entnommen werden. Das Gleiche gilt sinngemäß auch für die geschützten Tierarten, deren Lebensräume zudem einen strengen Schutz genießen (z. B. Moore). Aber auch wildlebende, nicht geschützte Arten dürfen nicht absichtlich beunruhigt, verfolgt und ohne behördliche Genehmigung auch nicht gefangen werden.
Verzichte auf Feuer und Lärm
Um die Waldbrandgefahr zu senken, verbietet das österreichische Forstgesetz unbefugten Personen das Anlegen von Feuerstellen und das Entzünden von Feuer im Wald. Auch die Anlage von Lagerplätzen ist im Wald nicht gestattet. Mit diesen Regelungen will der Gesetzgeber aber auch den Lebensraum der im Wald heimischen Wildtiere schützen. Diese leiden besonders unter den Folgen von Feuer, aber auch Lärm.

PARKEN … kommt von Parkplatz
Es ist wahr, im Wald ist es schattig und es herrscht ein angenehmes Wohlfühlklima. Mag sein … wildes Parken im Wald ist aber ver-boten! Respektiere auch du die für den allgemeinen Verkehr gesperrten Wege und stelle dein Fahrzeug ausschließlich auf den dafür eingerichteten Parkplätzen ab!
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